Batumi liegt an einer der regenreichsten und grünsten Küsten des Schwarzen Meeres. Schon wenige Kilometer außerhalb der Stadt beginnt eine subtropische Naturlandschaft aus dichten Wäldern, Feuchtgebieten und grünem Bergland, die einen deutlichen Kontrast zur modernen Skyline der Stadt bildet.
Rund 30 Minuten östlich von Batumi liegt der Mtirala-Nationalpark, einer der niederschlagsreichsten Orte Georgiens. Der Name bedeutet übersetzt „der Weinende", eine Anspielung auf die häufigen Regenfälle, die hier einen üppigen, subtropischen Regenwald wachsen lassen. Markierte Wanderwege führen durch dichten Mischwald zu mehreren Wasserfällen, entlang klarer Gebirgsflüsse und über Hängebrücken.
Der Park ist sowohl für kurze Halbtagestouren als auch für anspruchsvollere Mehrtageswanderungen bis in höhere Lagen geeignet. Am Eingang des Parks gibt es ein Besucherzentrum, das über Routen und aktuelle Wegbedingungen informiert.
Auf einem Hügelzug oberhalb der Küste, rund neun Kilometer nördlich des Stadtzentrums, erstreckt sich einer der größten und artenreichsten botanischen Gärten der Region. Auf über 100 Hektar sind Pflanzen aus klimatisch vergleichbaren Regionen der Welt in eigenen Abschnitten angeordnet: mediterrane Gehölze aus dem Kaukasus und Europa, Bambus- und Kamelienhaine aus Ostasien, Eukalyptuswälder aus Australien sowie tropische Gewächse aus Mittel- und Südamerika.
Die Anlage wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts vom Botaniker Andrei Krasnow gegründet, der die Idee verfolgte, Pflanzen nach ihrer geografischen Herkunft statt nach botanischer Systematik zu ordnen. Mehrere Kilometer Spazierwege schlängeln sich entlang der Steilküste, mit immer wieder freien Ausblicken auf das Schwarze Meer, was den Garten neben seiner botanischen Bedeutung auch zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Region macht.
Nördlich von Batumi, nahe der Stadt Kobuleti, liegt eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Georgiens. Das Ispani-Moor gehört zu den wenigen erhaltenen Hochmooren an der Schwarzmeerküste und steht als Ramsar-Schutzgebiet unter internationalem Schutz. Die Region ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel auf dem Weg zwischen Europa, Asien und Afrika, weshalb sie bei Vogelbeobachtern und Ornithologen als eines der ergiebigsten Ziele am Schwarzen Meer gilt.
Deutlich weniger besucht als der Mtirala-Nationalpark ist der Machakhela-Nationalpark nahe der türkischen Grenze im Hinterland Adscharas. Dichte, kaum erschlossene Wälder, historische steinerne Bogenbrücken und kleine, ursprüngliche Dörfer prägen die Region. Wer abseits touristischer Routen unterwegs sein möchte, findet hier eine der unberührtesten Landschaften rund um Batumi.
Von der Küste aus steigt das Land rasch an: Nur eine gute Autostunde von Batumi entfernt beginnt das grüne Bergland Adscharas mit terrassierten Hängen, kleinen Bergdörfern und Teeplantagen aus sowjetischer Zeit. Ausflüge ins Hinterland zeigen ein Georgien, das sich deutlich vom mondänen Batumi an der Küste unterscheidet, ruhiger, ländlicher und mit spürbar traditionellerem Alltag.
Mtirala
≈ 30 Min. von Batumi, subtropischer Regenwald
Über 100 Hektar
Pflanzen aus aller Welt, Blick aufs Meer
Ispani-Moor
Ramsar-Schutzgebiet bei Kobuleti
Machakhela-Nationalpark
Grenzregion zur Türkei
Adscharisches Bergland
≈ 1 Std. von der Küste